Welche Schutzausrüstung ist bei Kickbox-Wettkämpfen Pflicht?
Kickboxen ist ein explosiver und intensiver Kampfsport, bei dem Sicherheit oberste Priorität hat. Während im Training bereits mit Schutzausrüstung gearbeitet wird, gelten bei offiziellen Wettkämpfen klare Regeln, welche Schützer verpflichtend sind. Diese Vorschriften können je nach Verband variieren, zum Beispiel bei Enfusion, GLORY, WAKO oder nationalen Sportbehörden. In diesem Artikel erfährst du genau, welche Schutzausrüstung bei Kickbox-Wettkämpfen vorgeschrieben ist und warum.
1. Zahnschutz
Pflicht für alle Kämpfer – Amateure und Profis
Ein hochwertiger Zahnschutz schützt nicht nur die Zähne, sondern auch den Kiefer und reduziert durch Stoßdämpfung das Risiko von Gehirnerschütterungen. Boil-&-Bite-Modelle sind weit verbreitet, ein individuell angepasster Zahnschutz bietet jedoch den besten Schutz.
2. Tiefschutz
Pflicht für Männer und Frauen
Ein Tiefschutz ist unverzichtbar, um den Genitalbereich vor unbeabsichtigten Tritten oder Knien zu schützen. Männer verwenden meist einen harten Tiefschutz, während Frauen spezielle Modelle für den Beckenbereich tragen. In nahezu allen Klassen ist der Tiefschutz vorgeschrieben.
3. Schienbeinschoner
Pflicht im Jugend- und Freizeitbereich
Schienbeinschoner schützen Schienbein und Spann bei harten Kicks und Blocks. Bei Jugend- und Freizeitkämpfen sind sie Pflicht. In höheren Leistungsklassen (N-, C-, B- und A-Klasse) wird meist ohne Schienbeinschoner gekämpft, abhängig vom Verband und Land.
4. Kopfschutz
Pflicht für Jugendkämpfer und häufig bei Amateuren
Ein Kopfschutz reduziert das Risiko von Platzwunden, Prellungen und Kopfverletzungen. Bei Jugend- und Freizeitkämpfen ist er in der Regel vorgeschrieben. In Profikämpfen ist Kopfschutz meist nicht erlaubt.
5. Kickboxhandschuhe
Pflicht für alle Teilnehmer
Kickboxhandschuhe sind selbstverständlich vorgeschrieben. Das Gewicht der Handschuhe (z. B. 8 oz oder 10 oz) richtet sich nach der Gewichtsklasse, dem Regelwerk des Verbandes und dem Leistungsniveau. Bei Amateuren oder schwereren Gewichtsklassen werden oft schwerere Handschuhe eingesetzt. Im Kickboxen stellt der Veranstalter die Handschuhe meist zur Verfügung.
6. Knöchelschoner
Nicht immer Pflicht, optional
Knöchelschoner bieten zusätzlichen Halt und schützen vor Abschürfungen. Sie sind nicht in allen Wettkämpfen vorgeschrieben, werden jedoch von vielen Kämpfern freiwillig getragen.
7. Hände tapen
Meist verpflichtend
Das Tapen oder Bandagieren der Hände dient dem Schutz der Handknochen und Knöchel. In den meisten Wettkämpfen ist dies Pflicht. Ausnahmen sind selten und bedürfen einer ausdrücklichen Genehmigung des Verbandes.
Achtung: Regeln unterscheiden sich je nach Verband
Die genauen Vorschriften können je nach Kickboxverband und Land variieren. Informiere dich daher immer im Vorfeld über die geltenden Wettkampfregeln. Im Zweifel helfen dein Trainer oder der Veranstalter weiter.
Zusammenfassung: Diese Schutzausrüstung ist Pflicht
| Schutzausrüstung | Pflicht für | Hinweise |
|---|---|---|
| Zahnschutz | Alle | Individuell angepasst bietet besten Schutz |
| Tiefschutz | Alle | Unterschiedliche Modelle für Männer & Frauen |
| Schienbeinschoner | Jugend & Amateure | Bei Profis meist nicht erlaubt |
| Kopfschutz | Jugend & Amateure | Bei Profikämpfen nicht zugelassen |
| Kickboxhandschuhe | Alle | Gewicht abhängig von Klasse & Verband |
| Knöchelschoner | Optional | Empfohlen für zusätzliche Stabilität |
| Handbandagen / Tape | Alle | Seltene Ausnahmen möglich |
Bereit für den Ring?
Die richtige Schutzausrüstung ist nicht nur Pflicht, sondern entscheidend für deine eigene Sicherheit und die deines Gegners. Achte darauf, dass deine Ausrüstung gut sitzt, den Vorgaben deines Verbandes entspricht und von hoher Qualität ist.
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